Winterliches

Da habe ich mich richtig lange nicht mehr gemeldet. Der Dezember war ziemlich voll mit „Eingewöhnung“ in der Uni, Wohnung weiter zurechträumen, Geschenke besorgen und herstellen, Kind mehrmals pro Abend wieder in den Schlaf kuscheln. Ich hatte (und habe) in der knappen Freizeit einige schöne winterliche Tätigkeiten: Häkeln beispielsweise – sowohl für mich, als auch zum Verschenken. Dazu später mehr. Natürlich auch Räumen und Einrichten (die meisten Kisten sind ausgepackt, aber ein paar stehen noch herum). Und mit besonders viel Freude habe ich, nachdem das im letzten Winter ausfallen mußte, Plätzchen gebacken und dekoriert. Den großen Aufwand mit vielen verschiedenen Glasuren habe ich mir diesmal nicht vorgenommen. Statt dessen hatte ich Spaß mit Streudekor. Eigentlich wollte ich silberne Perlen haben, aber es gab auch goldene, und kleine Sternchen, und dann hat mich noch der „Dekor-Mix Winterwald“ der Firma Ruf in Supermarkt angelächelt, mit farbigen Perlen und vor Allem kleinen Bäumen und Monden. Der mußte einfach mit. Ein Eindruck von den Ergebmissen ist hier:

Plätzchen 3 kPlätzchen 4 kPlätzchen 5 k

Ach ja, ich habe keine spezielle Eiweißglasur oder sowas verwendet. Das ist klassischer Zuckerguß, weiß mit Zitronensaft und braun mit Wasser und Kakaopulver.

Märchenlektüre

In den letzten Monaten habe ich natürlich weiterhin gelesen. Es war viel Informationskram dabei, aber auch die eine oder andere Geschichte. Der Blick in meine „Gelesen“-Liste offenbarte zudem Vieles, was ich hier noch nicht besprochen habe, auch aus den letzten Jahren. Deshalb gibt es jetzt einen kleinen Themenbeitrag, und passend zur herannahenden dunklen Jahreszeit habe ich mich für Märchen entschieden.

Sehr gerne lese ich (wegen des Formats auch in der Wanne) die kleinen themenbezogenen Märchensammlungen aus dem Königsfurtverlag (oder neuer: Königsfurt Urania). Handliche Hardcoverbände für immer mal eine Geschichte oder zwei. Diese habe ich gelesen, aber hier noch nicht zur Sprache gebracht:

„Märchen von Nixen und Wasserfrauen“ (Barbara Stamer). Themenbedingt sind hier auch viele Sagen (lokaler Bezug) und einige Geschichten aus der klassischen Mythologie enthalten. Ich erinnere mich eines ambivalenten Eindrucks zwar schöner, aber ab einem gewissen Punkt auch recht ähnlicher Geschichten. Auch kommt das christliche Motiv der Erlösung der armen verdammten Wasserwesen recht häufig vor und ging mit persönlich etwas auf die Nerven. Wichtig ist hier wahrscheinlich, nicht alles in einem Rutsch zu lesen, sondern das Buch über längere Zeit immer  mal wieder für eine Geschichte hervorzuholen.

„Keltische Märchen“ (Heinrich Dickerhoff). Die Zusammenstellung fand ich schön, auch wenn sich in dem Format natürlich nur ein kleiner Teil des reichen keltischen Erzählguts darstellen läßt. Der Herausgeber hat die Märchen zum laut vortragen aufbereitet und nach jedem Interpretations- und Diskussionsansätze hinzugefügt. Daraus ergeben sich gelegentlich interessante zusatzliche Gedanken, manchmal empfand ich es aber auch eher als Bevormundung. Das war für mich, denke ich, eher eine Frage der jeweiligen Stimmung mit ihren Bedürfnissen. Und man kann ja selbst entscheiden ob man diesen Nachsatz mitliest oder nicht.

„Die schönsten Japanischen Märchen“ (Rotraud Saeki). Sehr faszinierend, hatte ich doch mit diesem Kulturkreis bisher eher wenig zu tun. Der Band enthält Märchen aus Japan und, sogar deutlich mehr, von Okinawa. Dieser südliche Teil Japans war lange eigenständig und hat wegen zahlreicher Einflüsse verschiedenster Kulturen einen besonders reichen Geschichtenschatz (dazu gibt es angenehmerweise eine kurze Beschreibung des historischen Hintergrunds im Buch). Eine recht bunte Zusammenstellung, an der ich viel Freude hatte.

Derzeit lese ich nebenher Märchen von Hans Christian Andersen. Schon vor Jahren bin ich über eine sehr schön illustrierte, 43 Geschichten umfassende Ausgabe von Beltz und Gelberg gestolpert, die ich einfach mitnehmen mußte. Sie enthält neben den bekannten auch etliche weniger häufig erzählte, mir unbekannte Märchen. Es macht mir Spaß, immer wieder eine oder einige Seiten darin zu lesen (zu mehr reicht es meist nicht: ich lese laut, wenn mein Kind spielt, und in der Regel kommt der Kleine dann bald herangekrochen und fängt an das Buch zu bepatschen oder am Lesebändchen zu ziehen). Dabei ist mir wieder aufgefallen, daß ich die Ideen in den Märchen mag, mir aber der moralische Betonpfeiler, dem man leider in den meisten davon begegnet, gehörig auf die Nerven geht.

Dabei muß ich auch mal was positives zum Fernsehen loswerden. Der MDR hat etliche klassische Märchen neu verfilmt und in den Sommerferien gezeigt. Ich bin eher zufällig in der Mediathek darauf gestoßen und habe dadurch sicher einige verpaßt. Grundsätzlich bin ich bei Neuverfilmungen, speziell dann, wenn sie modernisieren, ziemlich skeptisch. Hier jedoch war ich positiv überrascht und fand sie, bis auf einige Kleinigkeiten, ziemlich gelungen. Viele Motive waren überzeichnet, sodaß sie eher skurril als klassisch märchenhaft wirkten (mir sind da unter anderem der spielsüchtige König aus „Sechse kommen durch die ganze Welt“ und der König aus „Das tapfere Schneiderlein“ im Gedächtnis geblieben, der sich von seinem Berater beherrschen ließ, weil ihn ständig Kopfschmerzen plagten und der sich eigentlich nur wünschte, endlich mal Pfannkuchen mit Pflaumenmus zum Frühstück zu bekommen). Auch die Kleine Meerjungfrau hat einen schönen Dreh am Ende bekommen, der die reine Gut-Böse-Aufteilung bricht.

Bastelkram

Letzte Woche habe ich mal wieder eine kleinere Bastelarbeit fertiggestellt. Inzwischen hat auch mich das Baby-Basteln eingeholt, allerdings aus konkretem Anlaß. Neben dem Spiegel, den meine kleine Terrorraupe ziemlich interessant findet, hängt ein Stahlseil, an dem mit kleinen, starken Magneten Photos befestigt sind. Das fand der Kleine auch sehr spannend, allerdings wollte ich ihn nicht damit spielen lassen: ich hatte Angst, daß die Magnete bei dem wilden Herumwedeln abgehen und hinter dem Schrank oder, schlimmer, letztlich in seinem Mund landen oder daß er mit dem Gewicht am Ende des Seils den Spiegel zerschlägt. Deshalb habe ich das Ganze außer Reichweite gelegt. Nun ist es schon unfair, einfach ein so schönes Spielzeug wegzunehmen, weshalb ich über geeigneten Ersatz nachgedacht habe. Einen Stadtbummel später hatte ich dann einen durchbohrten Stein (Marmor; gründlich gewaschen und das Schildchen abgelöst), ein Glöckchen und lackierte Holzperlen (speichelfest). Wolle und eine geeignete Nadel (mit hinreichend großem Öhr für die Wolle) hatte ich schon zu Hause. Und mit immer mal ein paar Minuten abends oder zwischendurch flechten, knoten und Sachen auffädeln war dann bald die Spielschnur fertig. Sie hängt jetzt an einer Türklinke und wurde auch schon eifrig genutzt.

Spielschnur 1 k

Breischlacht

Nun ist es schon eine ganze Weile her, daß ich dem Kleinen den ersten Löffel Brei angeboten habe. Inzwischen bekommt er zweimal täglich welchen, wovon er deutlich wechselnde Mengen ißt – aber das, was er ißt, mit Freude. Und einschmieren ist mindestens genauso gut.

Für den Anfang habe ich den Hinweis bekommen, mit einer Eiswürfelbox kleine Portionen einzufrieren, weil die Krümelchen am Anfang nur ganz wenig probieren. Prima Idee – die ich gleich weiterverwertet habe. Diese Probierportionen gibt es auch weiterhin, beispielsweise als Vorspeise, wenn es ein neues Lebensmittel kennenzulernen gibt. Oder wenn ich weiß, daß wahrscheinlich wenig gegessen wird: dann stelle ich einfach drei Würfelchen zusammen, anstatt ein großes Glas zu öffnen. Und es erlaubt mir, im Gegensatz zum Fertigglas, eben auch immer wieder Lebensmittel pur zu geben, damit er sie einzeln schmecken und kennenlernen kann. Mit einem Glas und einem Würfelchen in einer Schale kann ich auch kleine „Mehrgangmenüs“ zusammenstellen, ohne daß das aufwendiger wäre als selberkochen an sich. Praktisch ist es auch für den kleinen Fruchtzusatz im Abendbrei. Da kommt dann einfach ein Würfelchen Apfel und ein weiteres (Erdbeere, Aprikose…) oder etwas zerdrückte Banane dran. Zusammensuchen, kochen, mischen ist dann in zehn Minuten getan – so viel schneller sind die Fertiggläschen auch nicht. Und das Vorkochen gleicht sich zumindest teilweise dadurch aus, daß ich nicht ständig leere Gläser wegschaffen muß.

Ach ja, Rezepte werde ich hier nicht einstellen. Ich koche für mittags die Gemüse einzeln und friere portionsweise ein, oft mehrmals nacheinander im selben Glas. Das wird dann beim Erwärmen gemischt. Oder eben die Einzelportionen. Orientierung habe ich mir im Netz (unter anderem hier und hier) geholt (vor allem, was die Mischungsverhältnisse angeht) und ich lasse mich durchaus auch von den Fertiggläschen anregen, was so in welchem Alter geht oder sich gut kombinieren läßt. Fleisch hole ich allerdings im Glas (gibt es einzeln von verschiedenen Herstellern) weil ich das vermutlich nicht so fein püriert bekomme. Das wird dann mit dem selbstgekochten Gemüse gemischt (und auch mal ein Löffelchen so angeboten). Demnächst werde ich mich mal an Eigelb und Fisch versuchen (geht laut R. H. Largo ab 7 beziehungsweise 9 Monate; Gläschen, die auch Lachs enthalten, gibt es aber auch ab 8 Monaten).

Brei 1 Brei 2

Edit 5.9.: Kürzlich bin ich in einer Zeitschrift darüber ghestolpert, daß es diese sortenreinen Mini-Frostportionen auch fertig zu kaufen gibt (babyviduals). Ist allerdings recht preisintensiv, ich werde auf jeden Fall beim selberkochen bleiben.

Abendbeschäftigung

Das Krümelchen schläft endlich (seit etwa halb neun, davor ist der Kleine immer wieder weinend aufgewacht) und ich habe einen gemütlichen Abend. Erdbeeren essen, ESC gucken und basteln: Befestigungsschnüre an einem Kindersonnenhut anbringen und Taschengurt flechten, damit ich das gute Stück endlich mal benutzen kann.Flechten 2 k

PS: vor ein paar Tagen hatte ich ein neues Salatexperiment: Schnittlauchblüten. Die sind etwas milder als die Stengel, aber noch deutlich als Schnittlauch erkennbar und machen optisch echt was her.

Grünzeug und Nähen

Jetzt da der Frühling langsam in den Sommer übergeht (seit ein paar Tagen sind die Mauersegler wieder da) gibt der Balkon endlich wieder Ansätze seiner üblichen Kräutervielfalt her und macht das Essen bunter. So z. B. den Feldsalat mit Mandarine, Walnuß und Sonnenblumenkernen, der sich prima mit Zitronenthymian und Rosmarinblüten aufpeppen ließ.Salat k

Da meine Mutter letzte Woche wegen einer kleineren OP krankgeschrieben war hatte ich auch mal wieder Gelegenheit, zu basteln. Sie hat zwei Stunden mit Freuden ihren Enkel bespaßt, während ich an der Nähmaschine gesessen habe. Meine selbstgemachte Tasche fällt nach Jahren intensiven Gebrauchs langsam auseinander und wollte erneuert werden. Den  bewährten Schnitt habe ich übernommen und nur die Schlüsselringe, die mit ihren Kanten die Schlaufen zerrieben haben, durch glatte Halbringe ersetzt. Jetzt gehört nur noch der Gurt geflochten.

Maße: knapp 30 cm im Quadrat; mit zwei getrennten Fächern innen. Besteht im Wesentlichen aus einem langen Stoffstreifen und ein bißchen Kleinkram.

Tasche 1 k

Blümchen und Eier

Vor ein paar Tegen habe ich es geschafft, die letzten Pflanzen auszuwickeln. Durch den milden Winter hat recht viel überlebt und treibt brav aus. Bei den Pflanzen, die ich reingeholt hatte (vier empfindliche aufs Schlafzimmerfensterbrett) ist mir die Hälfte gestorben. Besonders eindrucksvoll war der griechische Oregano, von dem ich zwei Töpfe hatte: der draußen treibt wieder, der von drinnen ist tot. Ich vergesse eben im Winter leicht das Gießen (dieses Jahr besonders) und die Schädlinge finden Pflanzen in der Wohnung sowieso toll. Jetzt sieht mein Balkon so aus:

Frühlingsbalkon k

An den Ostereiern habe ich auch weitergearbeitet. Wegen wenig Zeit konnte ich bisher leider erst zwei Blümchen Farbe geben. Dafür habe ich auf Wunsch die Krokusse noch mal in Bleistift umgesetzt und dabei festgestellt, daß es sich auf Ei nicht viel anders arbeitet als auf Papier, zumindest wenn man einen weichen Bleistift verwendet. Radieren ist nur in kleinem Umfang und mit einem weichen Radiergummi möglich (ich habe dafür einen in Stiftform). Will man größere Sachen korrigieren, läßt sich die Bleistiftlinie mit Seife oder Spüli abreiben. Weil das Ganze so schön funktioniert hat und schneller geht als die farbigen Motive habe ich noch zwei weitere Blümchen herausgesucht und heute früh umgesetzt. Jetzt habe ich doch noch was zum Verschenken.

Blumeneier 1 kBlumeneier B 1 k

Ostern in Sicht

Das Osterfest nähert sich und es ist definitiv Frühling. Vor etwa einer Woche habe ich Veilchen und Lungenkraut gefunden, gestern sogar schon Ehrenpreis. Und die Sonne hat ordentlich Kraft (daß es die nächsten Tage erstmal wieder kalt wird, ist ja auch normal für Frühling). Mittlerweile habe ich die meisten meiner Balkonpflanzen ausgepackt (einige treiben schon wieder aus) und die Ringelblumen ausgesät. Und ich habe angefangen, Eier zu bemalen. Bisher sind nur Vorzeichnungen drauf. Demnächst muß ich mich mal trauen, mit Farbe ranzugehen. Es sind insgesamt vier Eier mit je zwei Blumen, zwei Beispiele gibt es hier:

Blumenei Vorzeichnung k

Ach ja, ich hatte natürlich eine Vorlage. Aus dem Kopf kann ich das leider nicht.

Frühlingszeichen

So langsam komme ich wieder ins Leben zurück. Da ich jetzt auch ein Kind zu Hause habe (das grassiert zur Zeit in meiner Umgebung) bin ich recht gut ausgelastet. Umso mehr freue ich mich, mal wieder zum Blog schreiben zu kommen – jetzt auch mit neuem Rechner und daher nicht mehr so nervig. Und vor einer Woche habe ich erstmals seit drei Monaten wieder den Genuß eienr Badestunde bekommen. Habe mich, weil mitten am Tag, für etwas frisches entschieden: Lärche-Apfelmilch aus der Dresdner Essenz-Reihe. Sehr empfehlenswert.

Was mich extrem gefreut hat war die kleine Frühlingsepisode während der letzten Tage. Vorgestern habe ich sogar die erste Raupe für dieses Jahr (knallgrün) und einen Zitronenfalter gesehen. Frühblüher dagegen gibt es schon seit Wochen. Vor ein paar Tagen habe ich die Gelegenheit genutzt, auf dem von Krokussen und Schneeglöckchen übersäten Friedhof in der Nähe, der von vielen Anwohnern als Park zweckentfremdet wird, ein paar Photos zu machen:

Krokusse 2 Krokusse 1

Unlängst verwendete Kochbücher

In den letzten Wochen habe ich einige neue Rezepte ausprobiert aus neu erworbenen und schon lang in meinem Besitz befindlichen Büchern. Begonnen habe ich mit meinem Beitrag zum familiären Osterpicknick:

Chelsea Monroe-Cassel und Sariann Lehrer: „A Game of Thrones – Das offizielle Kochbuch“. Viele der Rezepte sind an elisabethanischen Zeiten orientiert, die uns schon recht fern sind, weshalb es von etlichen Rezepten eine historisch korrekte und eine modernisierte Variante gibt. Das Spektrum reicht von sehr einfach bis ziemlich kompliziert und zutatenreich, und es sind einige ziemlich interessante Sachen dabei. Ich habe die Teeier probiert: Hartgekochte Eier werden angeschlagen, sodaß die Schale von einem Rißmuster überzogen ist. Danach läßt man sie eine halbe Stunde in einem Sud aus Schwarztee, Sojasauce, Zimt, Nelken und Sternanis köcheln und anschließend über Nacht ziehen. Nach dem Schälen zeigen die Eier ein faszinierendes dunkles Linienmuster, sind leicht gesalzen (durch die Sojasauce) und haben ein dezentes Gewürzaroma angenommen. Das Experiment war spannend (Ob das wirklich funktioniert? Muß die Eihaut so ledrig sein?) und erfolgreich.

Radu Spaeth: „2 Form – 50 Muffins“ (GU Küchenratgeber). Das Buch enthält viele süße, aber auch einige herzhafte Varianten. Kein ganz neues Experiment, ich habe, nach zahlreichen anderen schönen Rezepten, zum zweiten Mal die Studentenfuttermuffins hergestellt. Neben Backpulver, 200g Studentenfutter, 150g Mehl, 100g Mandelmehl, 300g Buttermilch und 2 Eiern enthalten die Muffins auch 75 ml Öl und 100 ml Ahornsirup. An der Stelle mußte ich umstellen, denn ich habe keinen funktionierenden Meßbecher. Ich wiege auch Flüssigkeiten ein. Bei Wasser und Milch ist das kein Problem (Dichte 1, g=ml). Hier habe ich mir die Dichten von Rapsöl und Ahornsirup herausgesucht (eine der sinnvollen Anwendungen für Wikipedia), umgerechnet und 68g Öl und 132g Sirup verwendet. Die Muffins schmecken übrigens prima.

Anne Wilson: „Muffins und Teegebäck“. Ein schmaler Band mit Keks- Kuchen- Brot- und Brötchenrezepten. Für den Besuch am Ostermontag habe ich mich für den Bananenkuchen aus diesem Buch entschieden. Der Kuchen enthält, 60g Butter, 2/3 Becher Zucker (dafür nehme ich üblicherweise einen Teepot), Vanillearoma, zwei zermatschte Bananen, ein Ei, 1 1/2 Becher Mehl, Backpulver und 125 ml Milch. Ich habe ihn in einer Kastenform gebacken und mit Zitronenglasur versehen. Und bald darauf noch mal hergestellt, weil es so gut geschmeckt hal. Dabei ist leider mein Billigrührgerät verstorben.

Raven Grimassi: „Walpurgis“. Nicht wirklich ein Kochbuch. Es ist eine Sammlung von Sagen, Bräuchen und Ritualen des modernen Wicca rund um den 1. Mai, das auch einige Rezepte enthält. Für ein Treffen mit Freundinnen an besagtem Tag habe ich zwei davon ausprobiert: Bacchus-Pudding: 4 Eier mit dem Rührbesen verrühren. 280g Zucker, 600 ml süßlichen Weißwein, 1/2 Zimtstange und 3 Gewürznelken mischen und 5 min kochen lassen, etwas abkühlen lassen. Ofen auf 150°C vorheizen. Ei untermischen, das Ganze in Puddingvormchen füllen und in eine Kuchenform stellen, diese bis ca. 2,5 cm unter den Rändern der Förmchen mit kochendem Wasser füllen, das Ganze in den Herd stellen und55 min backen. So viel zur Theorie. Die Mischung, die man in die Förmchen füllt, ist sehr flüssig, ich habe stark bezweifelt, daß das fest wird. hat aber geklappt, wenngleich ich das Ganze zur Sicherheit 20 Minuten länger drin gelassen habe. Die einzige Kuchenform ausreichender Größe, die ich hatte, war eine Sprongform und die war leider nicht dicht. Die gläserne Auflaufform war zu klein. Zum Glück fiel mir dann mein Kuchenblech ein, damit hat es funktioniert. Zudem habe ich, weil 2/3 der Runde keinen Alkohol mögen, statt Wein Traubensaft genommen. Das funktioniert, wird allerdings sehr süß.

Das zweite Rezept waren Bannocks, traditionelle Hafermehlkuchen. Das Rezept besteht aus 125g Hafermehl, etwas Salz, 2 Messerspitzen Natron, 2TL geschmolzenen Fett (traditionell Speck, ich habe Butter verwendet) und 3/4 EL heißem Wasser. Das Ganze wird verrührt, geknetet, in zwei Teile geteilt und jeweils rund ausgerollt. Der Teig sollte warm verarbeitet werden, das geht leichter. Ich habe die doppelte Menge Butter und mehr Wasser gebraucht, um etwas anderes als Krümel zu bekommen, aber dann ging es ganz gut. Die Kreise sind dann in Viertel zu teilen und in einer Pfanne beidseitig zu braten. Da im Rezept nichts dazu steht, habe ich zunächst mit Butter gearbeitet, aber sehr schnell festgestellt, daß das nur matschig wird und anbrennt. Am besten ist eine trockene beschichtete Pfanne. Die Küchlein selbst schmecken allein nicht und werden immer mehr im Mund. Mit Käse, gemeinsam im Ofen erwärmt sind sie aber in Ordnung. Und Hafer macht schneller satt als man denkt.

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